TANZFAKTOR 2022 –
Ein Projekt von Reso – Tanznetzwerk Schweiz

Ein Abend mit vier Kurzstücken und der Verleihung des Förderpreises «Newcomer»
Mittwoch, 16. November 2022, 20h,
Kulturzentrum Schützi

Mit der neunten Ausgabe von Tanzfaktor ermöglicht Reso (Tanznetzwerk Schweiz) vier Schweizer Nachwuchs-Choreografinnen und -Choreografen, ihr Kurzstück auf einer Tournee bei neun Partnern mit insgesamt zwölf Vorstellungen zu zeigen.

«Back Home»: Luca Signoretti Dance Company, Luzern
Ohne Requisiten, inmitten von konkreten Tönen, natürlich und elektronisch erzeugten Klängen, befinden sich zwei Tänzer. Mit mimisch-theatralem Ausdruck erkunden sie das Potential dieser Geräuschlandschaft mit passenden Bewegungen. Codes des Alltages, Sprachen des Tanzes werden sichtbar und vor dieser Soundkulisse entsteht eine surreale, imaginäre Welt.
Choreograf: Luca Signoretti, MA in Choreography (ZHdK) | Tanz: Rosine Ponti, Wittha Tonja | Sound Designer: Patrjcya Pakiela, Master of Sound Design at the Zürich University of Arts, Master of Pedagogy at the Zürich University of Arts (ZHdK)

«Remember me, like this»: Company Snorkel Rabbit, Basel
Mit geschlossenen Augen, die Stirn in Falten gelegt als wären sie in Gedanken versunken tanzen drei Menschen wie in einem blinden Schnelldurchlauf auf der Bühne. Sie werden geführt von anderen, finden und entdecken Erinnerungen in den körpereigenen Bewegungen.
Remember me, like this nutzt Übungen aus der Improvisation, um physische, intuitive und intellektuelle Reaktionen hervorzurufen und damit vergangene Erfahrungen zu analysieren. Wie beeinflussen solche vergangenen Ereignisse die kollektive Verbindung? Die Komposition erforscht Themen wie Angst, Mut, Sterblichkeit und Akzeptanz.
Konzept and Leitung: Alba Castillo – in Zusammenarbeit mit: Lisa Horten-Skilbrei & Bryan Arias | Tanz: Vera Kvarcakova, Bo Jacobs, Anthony Ramiandriosa | Musik: Two (Christopher Willits), Ab Ovo (Joep Beving), Projection (NSDOS), Before 6 (Ezio Bosso), The Roughest Trade (Nils Frahm) | Music Editing: Snorkel Rabbit | Kostüme: Alba Castillo | Lichtdesign: Lukas Marian | Technische Leitung: Lukas Marian | Produktion: Company Snorkel Rabbit

«Search»: Lucas del Rio, Basel
Ein Kribbeln, sich strecken, ein plötzliches Aufploppen, dynamisch und synchron, dann innehalten, sich verdrehen, nach den Sternen springen, explodieren, implodieren – und wieder von vorne anfangen. Gemeinsam, allein und in unterschiedlichen Formationen gehen vier Tänzerinnen und Tänzer dem Phänomen unbeantworteter Fragen nach. In Search widmen sie sich den Fragen, die sich einem immer wieder stellen, die aber über Jahre unbeantwortet bleiben. Das Stück ist eine visuelle und körperliche Reise in Form einer unendlichen Suche.
Choreografie: Lucas del Rio Estévez | Tanz: Diego de la Rosa, Elena Morena, Nadika Mohn, Toschkin Schalnich | Musik: Kimyan Law, Vanbur, arranged by Luca Magni | Kostüme: Ben Vorhaar & Sabrina Zyla (Karisma Costumes) | Co-Produktion: Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)

«Pas de deux»: Lisa Laurent & Mattéo Trutat, Genève
Diese Arbeit entstand aus der gemeinsamen Liebe zum klassischen Ballett: Märchen, Tänzerinnen und Tänzer, deren Virtuosität kaum erreichbar scheint, ikonische Partituren… Was aber bleibt von einem Ballett übrig, wenn es von seinen künstlerischen Mitteln befreit wird? Mit einer Struktur, die den traditionellen Ballettcodes folgt, und Bewegungen, die aus ikonischen Bildern der Popkultur stammen, versucht Pas de deux, das klassische Ballett aus einer zeitgenössischen Perspektive neu zu denken.
Choreografie: Dance: Lisa Laurent & Mattéo Trutat | Hugo Chanel & Alice Sundara | Musik: Dancing On My Own - Robyn P.I. Tchaikovsky - Swan Lake, Op. 20, Act 1: No. 5 Pas de Deux, Coda
Mit Dank an: Théâtre Sévelin 36

Technische Gesamtleitung Tanzfaktor: Jordi Ricciardi

Dauer aller vier Kurzstücke: 51 Minuten, ohne Pause

Anschliessend an die Vorstellung der vier Kurzstücke findet die Verleihung des Förderpreises «Newcomer» statt. Jury: Gianni Malfer, Daniell‘ Ficola, Christine Bloch und Ursula Berger.
Gestiftet wird der Preis von a.en Aare Energie AG und Mary & Christian Pflugshaupt.

Foto: Nelly Rodriguez